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Nach der Wahl auf der Jahreshauptversammlung im April wurde mir das Amt des Referenten für
Gewässerfragen (Gewässerwart) übertragen. Ich hatte bereits als kommissarischer Gewässerwart
begonnen, mich mit den Aufgaben und Pflichten bekannt zu machen, so dass ich die zum Ende des Jahres
2006 begonnenen Arbeiten ohne Unterbrechung fortsetzen konnte.
Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit war der Aufbau einer elektronischen Datenverarbeitung (Datenbank)
für die Aufnahme und Auswertung u. A. der Fangergebnisse und Besatzkosten. In diese Datenbank
wurden die Ergebnisse der letzten Jahre von meinen Vorgängern übernommen und mit den Ergebnissen
des Jahres 2007 verknüpft. Dadurch besteht jetzt die Möglichkeit Statistiken für einen längeren Zeitraum
als das jeweilige Berichtsjahr zu erstellen. Zukünftig wird von mir eine engere Zusammenarbeit mit den
Vereinen bei der Entwicklung digitaler Fangmeldungen angetrebt.
Fangergebnisse
Wie auch schon im Jahr 2005 wurden erfreulicherweise nur von drei Vereinen keine Fangmeldungen für
die Verbandsgewässer abgegeben. Erstmals wurde mit einer einfachen Trendanalyse für die wichtigsten
Nutzfischarten begonnen (Abbildung 1, Abbildung 2). Am häufigsten werden demnach mit deutlichem
Abstand Aal und Zander gefangen. Karpfen, Hecht und Schleie treten mit Anzahlen unterhalb von 1000
Stück in den Fängen auf. Wegen der unsicheren Datenlage vor 2004 sind in den letzten drei Jahren der
Fangstatistiken plausible Ergebnisse darstellbar. Die Änderungen der Fangmengen zeigen überwiegend
nur geringe Änderungen, nur beim Zander sind Zuwächse zu verzeichnen und bei der Schleie eine leichte
Abnahme. Die Besuchstage können fürdie Bewertung des Fangerfolgs erst einbezogen werden, wenn in
den nächsten Jahren, auch neben den bisher nicht angegebenen Fischarten, von allen Mitgliedsvereinen
vollständige Fangmeldungen abgegeben werden.
Die Fangmengen lagen in allen Verbandsgewässern vermutlich deutlich unterhalb der natürlichen
Produktivität, eine Überfischung ist dort deshalb auszuschließen. In Tabelle 1 und Tabelle 2 sind die
Fangergebnisse detailliert für jede gemeldete Fischart und die jeweiligen Gewässer aufgeführt. Die
beliebtesten Gewässer sind demnach mit deutlichem Vorsprung bei den Besuchstagen in absteigender
Reihenfolge: Elbe, Dove-Gose Elbe und Alte Süderelbe.
Besatz
Am 30. und 31. Oktober 2007 wurden die Hamburger Verbandsgewässer und die „Freie“ Alster mit
insgesamt 725 kg Karpfen, 870 kg Schleien, 1200 Zandern, 500 Hechten, 2500 Gründlingen, 4000
Moderlieschen und 500 Bitterlingen besetzt. Es ist weiter geplant 2008 bis zu 200 kg Karauschen und 175
kg Quappen zu besetzen. Der Aalbesatz wird von Satzaal (Wildfang, 20–35 cm) auf Farmaal
(vorgestreckt, 10 g) umgestellt und damit an die inzwischen üblichen Verfahren zur Bestandsstützung
angepasst. Der Termin für den Besatz wird entsprechend der benötigten Wassertemperaturen vermutlich
im Mai des nächsten Jahres liegen. Die Besatzmengen für die jeweiligen Arten können den Tabellen 3
und 4 entnommen werden. Der Dank gilt auch diese Jahr wieder den tatkräftigen Helfern, die mich bei
meinen ersten Besatzversuchen freundlicherweise unterstützt haben. Zukünftig sollten Bonitierungen für
alle Gewässer durchgeführt werden, damit bedarfsgerecht und an die Produktivität angepasst besetzt
werden kann.
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