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Die Karausche - Fisch des Jahres 2010
Viele Angler kennen diesen gut aussehenden Fisch aus Ihrer Jugend. Leider ist er hier in Hamburg nur noch wenig in größeren Stückzahlen vertreten, dabei handelt es sich jedoch um eine interessante Art.
Die Karausche ist auch unter folgenden Namen bekannt, die unter anderem Bauernkarpfen, Steinkarpfen, Moorkarpfen, Schneiderkarpfen und lat. Carassius Carassius lauten.
Verbreitung: Die Karausche lebt in ganz Europa, Ausnahmen bilden hierbei Irland, Schottland, Wales Norwegen und der Schweiz. In nordöstlicher Richtung reicht die Verbreitung über Russland bis nach Nordwestasien. Einige Ichthyologen vertreten sogar die Ansicht das diese Art aus der Chinesischen Region eingeführt worden ist.
Lebensweise: das typische Karauschengewässer sind kleine, stark bewachsende und flache Wasserflächen. Diese findet man meistens als Weiher, Teiche, Tümpel o.ä. wobei schnellfließende und kalte Gewässer gemieden werden.
Selbststark verschlammte Gewässer werden als Habitat angenommen, wobei die Karausche bis zu 4 Tagen ohne Sauerstoff und mit einen sehr geringen Nahrungsangebot auskommt.
Der Fisch zieht in Schwärmen durch das Gewässer und fühlt sich auch in der Nachbarschaft von Karpfen sehr wohl.
Nahrung: als Nahrung nutzt der Fisch das Angebot seines Gewässers, welches aus Pflanzen und Kleintieren wie Zuckmücklarven und Eintagsfliegen besteht.
Fortpflanzung: mit einem Alter von 3-4 Jahren werden die jetzt ca. 8-15 cm großen Tiere geschlechtsreif. Die Laichzeit ist in den Monaten Mai und Juni, hierbei legt das Weibchen
ungefähr 150.000 -300.000 Eier bestehenden Laich welche an Wasserpflanzen kleben bleiben.
Größe und Aussehen: die Karausche hat eine, je nach Umgebung, olivgrüne bis schwärzliche Färbung, wobei die Körperunterseite im allgemeinen messinggelb ist.
Auf der Schwanzwurzel befindet sich der sogenannte Petrifleck (schwarzer Punkt).
Das Maul dieses am Boden lebenden Fisches ist endständig und klein. Der Wuchs ist hochrückig , der erste Strahl der Rückenflosse ist verdickt und die Schwanzflosse ist leicht eingekerbt.
Durch sein Aussehen ist die Karausche leicht mit dem Karpfen und dem Giebel zu verwechseln, nur fehlen der Karausche die Barteln und der Giebel hat eine flachere Rückenform.
Die Karausche kann unter guten Lebensbedingungen eine Größe von 70 cm und ein Gewicht von 3,5 kg erreichen. Nach Meldungen aus dem russischen Bereich sind dort schon Exemplare von einem Gewicht von 5 kg gefangen worden.
Angeln: da die Karausche ein vorsichtiger Fisch ist, sollte sie mit sehr feinem Geschirr an der Heber oder Lift beangelt werden.
Als Köder dienen Teig, Mais, Maden, Würmer und Boillies an einem langen Vorfach.
M.-A. Wolff ©2010
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